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25. Mai 2010: Thema IGS weiterverfolgen

Das Thema Integrative Gesamtschule (IGS) für Osterode sollte der Landkreis weiterverfolgen, auch wenn die Ergebnisse der Elternbefragung nicht den Kriterien des Kultusministeriums genügen. Dafür setzt sich Karl Heinz Hausmann ein. Denn die Vorgaben der Verordnung seien für den ländlichen Raum viel zu hoch. In Regionen wie dem Landkreis Osterode wirke es wie ein "Gesamtschul-Verhinderungsgesetz".

Bei der Befragung von Eltern, auf welche Schule sie ihre Kinder nach jetzigem Kenntnisstand schicken würden, auf eine Haupt- oder Realschule, auf ein Gymnasium, eine Kooperative Gesamtschule (KGS) oder Integrierte Gesamtschule (IGS) hatten sich im Frühjahr 65 Prozent der Eltern beteiligt. Von diesen hatten sich 45 Prozent für eine IGS, 30 Prozent für ein reines Gymnasium und 20 Prozent der Eltern für eine Realschule entschieden. "Wenn man das auf alle Eltern hochrechnet, hätten wir die nötigen Schülerzahlen erreicht. Doch das will die Landesregierung nicht akzeptieren", sagte Hausmann. Trotzdem sollte der Landkreis den Antrag für eine IGS gut begründet abschicken. Denn eine fünfzügige IGS wäre möglich. In den ersten Jahren werde man vermutlich sogar zu viele Schüler haben.

Weiter stellt Hausmann fest, dass es auch in der CDU insgesamt in Niedersachsen nicht solche Vorbehalte gegen eine IGS gebe wie im Kreis Osterode. "In anderen Regionen ist man da weiter." Es müsse doch gehen, ein möglichst breites Bildungsangebot zu geben, um die Chancen für alle Kinder in Niedersachsen gleich gut zu gewährleisten - egal ob in der Großstadt oder im ländlichen Raum.

Auch mit der Schulleitung in Badenhausen hat Hausmann gesprochen, wo es Befürchtungen gibt, dass die Haupt- und Realschule zahlenmäßig unter einer neuen IGS leiden könnte. Diese Befürchtungen sieht Hausmann als unbegründet. "Eine gute Schule setzt sich durch", ist er der Meinung. Und eine gewisse Konkurrenz unter den Schulen findet er auch in Ordnung, weil das auch die Schulen zu besserer Qualität animiert.

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