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Der Wald im Harz vor den starken Beschädigungen Foto: Sebastian Hahn
Der Wald im Harz vor den starken Beschädigungen

14. Februar 2020: Hausmann und Dammann-Tamke: Regierungskoalition bereitet Wälder auf Klimawandel vor – 17-Punkte-Plan vorgelegt

Angesichts künftig drohender Vegetationsschäden und Katastrophenlagen durch den Klimawandel ergreifen SPD und CDU eine Initiative zum Schutz der niedersächsischen Forsten und Privatwälder. „Die Waldeigentümer leisten im Rahmen der nachhaltigen Bewirtschaftung einen wertvollen Beitrag zur CO2-Speicherung ebenso wie zur biologischen Vielfalt und zum Artenschutz in Niedersachsen. Der Aufbau klimastabiler Wälder wird daher in vielfacher Hinsicht eine Herausforderung, die nicht mal eben abgearbeitet werden kann“, betonen die Forstpolitiker von SPD und CDU, Karl Heinz Hausmann und Helmut Dammann-Tamke.

Nach Abschluss einer Experten-Anhörung im Landtag haben beide Fraktionen nun einen 17 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog vorgelegt. Dieser sieht unter anderem die Aufforstung durch klimatolerante Laub- und Nadelbäume, personelle wie finanzielle Hilfen für Privatwaldbesitzer und eine Offensive für den klimafreundlichen Holzbau vor. Ein verwaltungsübergreifender Krisenstab auf Landesebene soll etabliert und Sofortmaßnahmen im Katastrophenfall wie beispielweise einem flächendeckenden Waldbrand ergreifen können.

„Die niedersächsischen Wälder sind die grüne Lunge unseres Bundeslandes. Anhaltende Hitze, Borkenkäferbefall oder, wie jüngst bemerkbar, auch Stürme und Orkane unterziehen unsere Wälder einem Stresstest“, erklärt der forstpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hausmann. „Der Wald stellt für unsere Gesellschaft ein vielfältiges Ökosystem dar und ist dabei unter den Aspekten der Luftreinhaltung, des Klimaschutzes und auch der Naherholung unerlässlich. Die derzeitige Situation des Waldes und die eingeschränkten Möglichkeiten der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer machen es notwendig, hier schnelle und möglichst unbürokratische Hilfe seitens des Landes zu leisten, um die Waldschäden zu beseitigen.“

„Das Tableau der der zukünftigen Hauptbaumarten wird sich angesichts des Wasserbedarfs von Buche und Rotfichte hin zu Eiche, Douglasie und Küstentanne entwickeln müssen“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Dammann-Tamke. Mit Blick auf die noch immer vorhandenen großflächigen Schäden durch Sturm und Borkenkäfer benötigten die Eigentümer zügig personelle und finanzielle Unterstützung: „In einer derartigen Situation, in der schnell gehandelt werden muss, sind die Förster und Privatwaldbesitzer auf Hilfen angewiesen. Mit qualifiziertem Personal wollen wir eine forstfachliche Beratung und Betreuung sicherstellen, um nach der Schadholzräumung mit der notwendigen Aufforstung durch klimastabile Baumarten beginnen zu können“, so der CDU-Forstexperte.

Vorherige Meldung: Mit Bernd Lange (MdEP) im Altkreis Osterode unterwegs

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