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17. März 2010: Hausmann für Neubau des Plenarsaals

Bei der gestrigen Abstimmung im Landtag hat sich Karl Heinz Hausmann für einen Neubau des Plenarsaals ausgesprochen. Denn eine Sanierung des Gebäudes wäre für ihn mit zu großen Risiken verbunden gewesen. Der Abriss und völlige Neubau ist mit maximal 45 Millionen Euro veranschlagt.

Bei einem Umbau, bei dem man mit 40 Millionen Euro an Kosten rechnete, hätte das Gebäude völlig entkernt werden müssen und das Dach zumindest teilweise entfernt werden müssen. Das hätte dazu geführt, so Hausmann, dass man die Wände aufwändig hätte abstützen müssen. Da der Bau auf feuchtem Grund stehe (er steht direkt an der Leine), sei der Aufwand nur schwer abzuschätzen gewesen. "Wenn wir Pech gehabt hätten, wäre der Umbau teurer geworden als der Neubau von 45 Millionen Euro. Wer einmal ein älteres Gebäude saniert hat, kennt die Unwägbarkeiten. Viele Zusatzarbeiten stellen sich erst im Laufe der Bauarbeiten heraus."

Es musste etwas geschehen, ist sich der Landtagsabgeordnete aus Osterode sicher. Die Arbeitsbedingungen sind nur unzureichend und Teile des Gebäudes wie die Scheiben zum Innenhof drohen herabzufallen. Und auch die Parkplatzsituation ist unbefriedigend. "Wenn das Plenum tagt, müssen die Bediensteten anderswo parken. Und selbst dann hat nur etwa die Hälfte der Abgeordneten einen Parkplatz am Landtagsgebäude." Bei einem Neubau habe man die Gelegenheit, das Gebäude mit modernen Baustoffen wie wasserdichtem Beton zu gründen und ein Parkdeck zu bauen.

Denkmalschutzgründe wiegen für Hausmann nicht so schwer, weil der jetzige Österling-Bau in den 1960/70er Jahren errichtet wurde. Der "Charme der 60er Jahre" sei überall verpönt, nur hier wollten ihn einige Leute erhalten. Dafür habe er angesichts der maroden Bausubstanz kein Verständnis.

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