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Hochwasserschaden 2007
Hochwasserschäden 2007 in Lonau

10. Februar 2010: Drei Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz?

Bei der gestrigen 2. Hochwasserschutzkonferenz in Osterode hat Karl Heinz Hausmann (MdL) den Kommunen seine Unterstützung zugesagt, wenn sie in Hannover eine Stimme brauchen. Der Hochwasserschutz sei für ihn nach wie vor ein großes Anliegen. Die Konferenzteilnehmer diskutierten als wichtigste Maßnahmen insgesamt drei Rückhaltebecken für die Markau, den Dorster Mühlenbach und die Bremke. Nur für Lonau gibt es bisher wegen der engen Tallage noch kein überzeugendes Konzept.

An der behördeninternen Hochwasserschutzkonferenz waren neben den betroffenen Gemeinden der Landkreis, das Ländliche Regionalmanagement die Untere Wasserbehörde und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beteiligt.

In einer anschließenden Pressekonferenz sagte Landrat Bernhard Reuter, dass die Bürgermeister der hochwassergeschädigten Gemeinden das Thema weiter sehr ernst nähmen. Allerdings fehlt den Gemeinden das Geld, um Rückhaltebecken zu bauen, die bei einem heftigen Sturzregen das Wasser kontrolliert ins Tal abgeben. Nur bei dem Dorster Mühlengraben sei die Finanzierung über den Gewässerschutz klar.

Da die Niedersächsische Landesregierung den Hochwasserschutz im Kreis Osterode als „untergeordnetes Problem“ betrachte, hatte Reuter auf der Konferenz angeregt, dass zwar jede Gemeinde ihre Förderanträge selbst stellt, dass der Landkreis diese aber gebündelt weiterleite. Denn wenn man für ein Rückhaltebecken mit rund 500 000 Euro an Investitionskosten rechne, errege man mehr Aufmerksamkeit, wenn man für drei Becken Investitionen von 1,5 Millionen Euro Fördermittel beantrage. „Ein größeres Paket wird hoffentlich mehr Durchschlagskraft haben als einzelne kleine Projekte.“ Er sagte den Gemeinden zu, dass die Fachbehörden des Landkreises die Anträge fachlich begleiten werden.

2. Hochwasserschutzkonferenz
Während der Pressekonferenz: Christian Auer, Thomas Schnell, Dr. Thomas Forche und Bernhard Reuter

Denn das wurde auf der Konferenz auch deutlich, dass die Gemeinden den bürokratischen Aufwand fürchten, der mit der Antragstellung verbunden ist. Lohnt sch der große Aufwand, wenn man gar nicht weiß, ob und wie viel Geld man aus den Fördertöpfen erhält?

Während des Pressegesprächs wies Dr. Thomas Forche vom Ländlichen Regionalmanagement darauf hin, dass man die Fördermöglichkeiten nicht nur für den Hochwasserschutz, sondern auch aus ökologischen Programmen ausloten sollte. Denn man investiere nicht nur in den Hochwasserschutz, sondern gleichzeitig auch in den Naturschutz. Wenn man mehrere Fördertöpfe zur Auswahl habe, stünden die Chancen besser, berücksichtigt zu werden, sagte er.

Karl Heinz Hausmann hatte sich vor seiner Wahl sehr für den Hochwasserschutz interessiert und Umweltminister Heinrich Sander (FDP) mehrfach an dessen Versprechen der "großzügigen und unbürokraktischen Hilfe für die Betroffenen" in Lonau erinnert.

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