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Foto: Sebastian Hahn

2. April 2017: Autisten - Menschen, die einfach anders sind

Autisten sind Menschen, die einfach anders sind. Sie erwarten von ihrer Umwelt, dass sie so akzeptiert werden, wie sie sind. Gestern fand in Osterode ein Fachtag statt, bei dem es um die Vermittlung und den Austausch von Informationen rund um den Autismus ging. Es war der erste dieser Art in Osterode. Die Schirmherrschaft zu dieser Veranstaltung hatte Karl Heinz Hausmann übernommen.

Als Karl Heinz Hausmann gefragt wurde, ob er die Schirmherrschaft über den ersten Fachtag des Vereins „Autismus Südost-Niedersachsen e.V.“ übernehmen würde, zögerte er keine Sekunde. Denn das Schicksal und die Herausforderungen von Kindern und Erwachsenen mit Autismus erfordert Aufmerksamkeit. Betroffene, Eltern und Angehörige müssen unterstützt werden. In seinem Grußwort machte Hausmann daher deutlich, wie wichtig und wertvoll die ehrenamtliche Arbeit des Vereins ist.

Autismus 2 Foto: Sebastian Hahn

Im Anschluss gab der Autor und Blogger Aleksander Knauerhase einen Vortrag aus Sicht eines Betroffenen. Er räumte zunächst mit vielen Vorurteilen auf. Autisten sind nicht unfähig zur Empathie. Sie sind auch keine heimlichen Genies mit einer Inselbegabung. Besonderes belastend ist es für Betroffene, wenn sie und ihre Besonderheiten nicht akzeptiert werden und ihnen das Gefühl gegeben wird, sie wären nicht normal. Denn sie sind einfach nur anders. Gleichzeitig machte Knauerhase auf die Herausforderungen aufmerksam, die für Autisten in Schule, Beruf und im sozialen Umgang bestehen.

Autismus Podiumsdiskussion Foto: Sebastian Hahn

Der Nachmittag stand unter der Überschrift „Hilfen für Menschen mit Autismus“. Nach einer Einführung von Simona Hehl von der HEL eGmbH Herzberg fand eine Podiumsdiskussion statt. „Ich sitze hier als Laie mit sechs Fachleuten“ stellte Hausmann zu Beginn fest. Neben der medizinischen Perspektive stand vor allem die Verbesserung der Rahmenbedingungen in Schule und Berufsleben, sowie der Umgang mit bürokratischen Hindernissen im Vordergrund. „Ich fahre deutlich schlauer nach Hause und verspreche, dass ich Ihre Sorgen, Probleme und Vorschläge mitnehme. Ich werde mich mich auf Kreis- und Landesebene dafür einsetzen, dass die Situation für Menschen mit Autismus zu verbessert wird“, versprach Karl Heinz Hausmann in seinem Schlusswort.

Autismus-Veranstaltung 4 Foto: Sebastian Hahn

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