Hausmann: „Kinderlärm ist kein schädlicher Umwelteinfluss“

 

Heute endet die zweitägige Fachkonferenz der sportpolitischen Sprecher aller sozialdemokratischen Landtagsfraktionen und der SPD-Bundestagsfraktion in Hannover. Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hatte zu dieser Konferenz eingeladen, in deren Mittelpunkt die Förderung des Breitensports stand.

„Für den Breitensport ist ein gutes Miteinander von Sport und Wohnen besonders wichtig. Deshalb haben wir heute vereinbart, dass wir in allen Länderparlamenten Initiativen ergreifen, damit der Lärm von Kindern und Jugendlichen auch auf Sportanlagen privilegiert wird“, erklärt Karl Heinz Hausmann, sportpolitischer Sprecher der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion. Hintergrund ist, dass das Thema Lärm seit vielen Jahren ein „Dauerbrenner“ in der Diskussion um die Rahmenbedingungen für den Sport in Deutschland ist. In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Einschränkungen des Betriebs von Sportanlagen, nachdem sich Nachbarn und Anwohner gegen die Lärmimmissionen, die von Sportanlagen ausgehen, gerichtlich zur Wehr setzten und damit zum Teil auch erfolgreich waren. Das führte dazu, dass manche Sportanlagen nur noch sehr eingeschränkt nutzbar sind.

„Für viele Sportvereine, Trainerinnen und Trainer, Eltern und Kinder ist das eine absurde Situation“ ist die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Michaela Engelmeier, überzeugt. Kinderlärm sei kein schädlicher Umwelteinfluss und das müsse selbstverständlich auch für Kinderlärm im Sport gelten. „Wir wollen die Regelungen wie etwa die Mittagsruhe an Sonn- und Feiertagen den tatsächlichen Lebensverhältnissen
anpassen“, so Engelmeier.

Weitere Themen der Fachkonferenz waren die Förderung des Leistungs- und Breitensports, der Kampf gegen Doping und Spielmanipulation sowie geplante
Maßnahmen für den Lärmschutz auf Sportanlagen. Die sozialdemokratischen
Sprecherinnen und Sprecher der Länder sowie der SPD-Bundestagsfraktion haben auf der Konferenz verabredet, Projekte zur Förderung der Infrastruktur im Sport voranzubringen. „Im Rahmen des Ausbaus der Ganztagsschulen in Niedersachsen liegen uns die Kooperationen von Schulen und Sportvereinen ganz besonders am Herzen“, erklärt der niedersächsische SPD-Abgeordnete Hausmann.

Auch das neue Anti-Doping-Gesetz, dessen Entwurf der Bundestag derzeit berät, sorgt für einen Schutz des Sports indem es den fairen organisierten Sportwettkampf stärkt und die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler schützt. Ein Gesetz gegen Spielmanipulation wird derzeit entwickelt. „Damit schaffen wir weitergehende strafrechtliche Regelungen im Kampf gegen Doping und Manipulation im Sport“, erläutert Engelmeier.

Ganz besonders freut sich der Niedersachse Karl Heinz Hausmann über die Olympia-Bewerbung Hamburgs: „Die Bewerbung Hamburgs ist auch eine Riesenchance für den Sport in Niedersachsen. Deshalb freue ich mich, dass der Bund die Bewerbung mit 30 Millionen Euro unterstützt.“

 
    Bürgergesellschaft     Gesundheit     Umwelt und Nachhaltigkeit
 

 


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