Hausmann kritisiert: neue Gesamtschulen kaum möglich

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Zum wiederholten Male hat Karl Heinz Hausmann die Bildungspolitik der Niedersächsischen Landesregierung kritisiert. Durch hohe Hürden verhindere die CDU/FDP-Regierung, dass sich im ländlichen Raum neue Gesamtschulen gründen.

 

Die Landesregierung gebe vor, dass neue Gesamtschulen nur genehmigt werden, wenn sie fünf-zügig sind, also fünf Parallelklassen für jeden Jahrgang angeboten werden. Die Schule muss dieses für 14 Jahre mit 130 Schülern garantieren!

Das sei in kleinen Gemeinden allein von den Schülerzahlen überhaupt nicht möglich, kritisierte Hausmann. Die Vorgaben hätten nur das Ziel, neue Gesamtschulen gegen den Elternwillen zu verhindern.

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Gudrun Teyke, Karl Heinz Hausmann, Uwe Speit, Bernhard Reuter, Ingo Fiedler und Klaus Schmidt
Foto: K.H.Bleß

Trotzdem, so Hausmann auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Bad Lauterberg, prüfe die SPD im Kreis Osterode, ob es nicht doch möglich sei, in Osterode eine Integrierte Gesamtschule (IGS) zu gründen. Der SPD-Unterbezirk habe eine Arbeitsgruppe gebildet, die konkret über eine Neuorientierung des Schulwesens im Landkreis nachdenke. Entscheidend dabei seien aber die Entwicklung der Schülerzahlen.

In diesem Zusammenhang berichtete Hausmann, dass die Kooperative Gesamtschule (KGS) in Bad Lauterberg sehr angesehen sei und einen guten Ruf habe. Erst kürzlich habe er ein Gespräch mit der Schulleitung gehabt, in dem es um die möglichen Auswirkungen einer neuen Gesamtschule auf die KGS ging. "Denn es geht ja nicht, dass sich zwei Gesamtschulen gegenseitig die Schüler wegnehmen", sagte er. Allerdings sehe er das Problem nicht. Eine IGS in Osterode werde eine Ergänzung des schulischen Angebots sein, wenn es sich denn organisieren lasse.

 
 

 


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