2007 ein ausgeglichener Haushalt?

bei Matzenauer
 

Am Ende des Jahres könnte Bad Lauterberg einen ausgeglichenen Haushalt für dieses Jahr haben. Diese Hoffnung äußerte Bürgermeister Otto Matzenauer gestern in einem Informationsgespräch mit dem SPD-Landtagskandidaten Karl Heinz Hausmann. Durch die drastischen Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre und eine Mehreinnahme von 325 000 Euro für dieses Jahr sowie höhere Gewerbesteuereinnahmen, könnte das Ziel nach vielen Jahren vielleicht erreicht werden.

 

Trotzdem wünschte sich der Bürgermeister vom Land andere Kriterien für die Bedarfszuweisungen durch das Land. Das geforderte Einsparpotenzial könne Bad Lauterberg nicht mehr schaffen, weil die Stadt schon soviel gespart hat, dass sie am unteren Niveau angekommen sei.

Karl Heinz Hausmann sprach in diesem Zusammenhang die Folgen der Sparmaßnahmen der Gemeinden an. Wegen des Personalabbaus auf den Bauhöfen gebe es in vielen Gemeinden ungepflegte Grünflächen und schlechte Stadtstraßen. Das gelte auch für Bad Lauterberg, sagte Matzenauer: „Vieles ist nicht so, wie man es sich für ein Kneippheilbad wünscht.“ Gerade beim Straßenausbau wünsche er sich mehr Unterstützung vom Land. Auch habe Bad Lauterberg nicht von Fördertöpfen profitieren können, weil die Stadt nicht den jeweils geforderten Eigenanteil leisten konnte. Denn wenn auch die Altschulden abgebaut wurden, benötige die Stadt sehr hohe Kassenkredite, um die laufenden Kosten bezahlen zu können.

Als Hausmann zum Thema Tourismus nach den Wanderwegen fragte, sagte Matzenauer, dass die Pflege der Wege und der Ausschilderung allein ehrenamtlich nicht mehr möglich sei. Da wünsche man sich doch auch Unterstützung vom Land, was er sich über ein Konzept der „Harzer Sonnenseite“ für die gesamte Region vorstellen könne. Im Kernbereich beispielsweise im Kurpark biete man den Gästen ein sehr gutes Bild. Als Einkaufsstadt strahle Bad Lauterberg weit über seine Grenzen hinaus, waren sich beide Gesprächspartner einig. „Da lacht das Herz“, sagte Hausmann mit Blick auf die Hauptstraße.

Kritik äußerte Matzenauer an der derzeitigen Förderpolitik des Landes bei Investitionen. Die Kriterien seien auf große Betriebe eingestellt. Aber gerade die kleinen und mittleren Betriebe benötigten Hilfen bei dringend notwendigen Investitionen. Für solche Strukturverbesserungen gebe es aber keine Zuschüsse, kritisierte er. Am Ende des Gesprächs nahm Hausmann viele Anregungen mit, die er als gewählter Landtagsabgeordneter umsetzen möchte, speziell auch bei der Förderung des Fremdenverkehrs. Er versprach dem Bürgermeister, Ansprechpartner in Hannover zu sein und sich als Vertreter des Südharzes im künftigen Parlament verstehen zu wollen.

Hausmann und Matzenauer
Karl Heinz Hausmann, Bürgermeister Otto Matzenauer und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Holger Thiesmeyer im Bürgermeisterbüro
Foto: Bleß
 

 


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